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Bahn kommt einem telefonisch teuer

»Die Bahn kommt.« Dass der Staatskonzern diesen Slogan als Abbinder seiner Werbung nutzt, hat mich noch nie richtig überzeugt. Ich muss immer unwillkürlich polemisch ergänzen »… nur wann?«.
Konkreter Anlass für meine heute fehlende Freude über das Unternehmen mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel ist der fehlgeschlagene Versuch, Reservierungen für einen Ausflug nach Preußen zu ergattern.
Teuer zu stehen kommt einem nämlich die Bahn, wenn man bei ihr telefonisch einkauft: Neben den ohnehin überdenkenswerten 28 € reinen Reservierungsentgelte für einen Ausflug der vierköpfigen Familie durfte ich auch noch 39 Cent pro »angef. Min« für den Bestellanruf zahlen.
Warum ich überhaupt angerufen habe? Weil wir gerne Plätze im Kleinkindabteil gehabt hätten, die man online nicht buchen kann. (Warum?) Im übrigen war der Anruf nicht erfolgreich. Nach zehn Minuten Telefongespräch (Wir hatten uns, was die Termine betrifft, falsch verstanden, die Dame hatte Probleme, meine Kontodaten zu erfassen, Adresse wollte Sie auch noch, u.v.a.m.) brach ich ab, schließlich hatte ich ein Reservierungsentgelt bereits vertelefoniert. Immerhin hatte ich erfahren, dass sowieso kein Platz mehr im gewünschten Abteil da war. Da konnte ich dann auch bequem online buchen.
Gibt es in der freien Wirtschaft ein Unternehmen, dass derart teure Bestellhotlines hat?

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Petition gegen Lex Olympia

Die Abmahnung des Saftblogs durch den Deutschen Olympischen Sportbund (law blog: »Das ist so abgedreht, da könnte Doping im Spiel sein.«) ist Auslöser für eine Petition zur Streichung des Gesetzes zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Ringe (OlymSchG). Ich wusste nicht mal, das es ein solches Ausnahmegesetz gibt. Beeindruckt hat mich aber dann, dass es erst von 2004 stammt. Also: für den olympischen Gedanken und gegen das IOC/NOK unterzeichnen.

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»addict with no sense of social behavior«

Bereits auf dem 22C3 gab es für RaucherInnen folgende Ansage:

»But for the rings we want to improve the situation and discussed many suggestions in the last months. As the technical solution for this problem is way to expensive for us – as nerds, we would prefer that of course – we had to find a social one. So here it is: We kindly ask everyone not to smoke in the building. If you really have to smoke, do so, but keep in mind that you show everyone that you are an addict with no sense of social behavior and someone might remind you on our social solution for the smoking situation. We hope you do understand.«

Und, welcher Nichtraucher hätte es gedacht, es funktionierte. Der Erfolg soll nun auf dem 23C3 wiederholt werden. Schön wäre es, wenn das überall im öffentlichen Raum funktionieren würde. Aber das kriegen die RaucherInnen wohl leider kopfmäßig nicht auf die Reihe.

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So ’ne Messe, die ist lustig

Die Langeweile auf dem alljährlichen dienstlichen Messeauftritt beendet mal wieder eine Blogpause. Zu schön sind die Impressionen, die wenigstens für ein bisschen Kurzweil sorgen.

  • Es gibt Äpfel auf dem Stand. Ein Senior hätte gerne einen und fragt: »Einen für Mama?«
  • Ein von Abgreifern genervter Mitarbeiter zum Kollegen: »Lass uns die Kulis wegräumen, dann haben wir Ruhe.«
  • Auf dem Gang zwischen den Ständen raunt ein Besucher zum anderen: »Ich bin hauptsächlich hier, um Kulis zu sammeln.«

Schon bedenkenswert, was für einen hilflosen Humor man schon am ersten Tag auf einem Messestand entwickelt. Die weitere Zeit war so schlimm, dass ich dazu nichts mehr schreiben kann.

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Ecuador vs. Deutschland


Wenn man dem »LIVE-TICKER« von sport.ARD.de glaubt, kommt man zu dem Schluß: Ein toller Spieler, dieser Klose.

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»Freie Luft!«

Ich verstehe sie grundsätzlich nicht, die Raucher. Dabei hilft mir auch Andrea Böhm nicht. Sie fordert in der »Zeit« in einem einleuchtenden Artikel, wie in anderen Ländern auch bei uns Nichtraucher zu schützen. Sie entlarvt Vorurteile und beruhigt am Ende den rauchenden Leser:

»Keine Sorge: Das Recht, sich die eigene Lunge zu ruinieren, soll hier niemandem streitig gemacht werden. Er muss es nur dort tun, wo er niemanden stört. Von mir aus auch bei mir auf dem Balkon.«

Und wer hat noch ein Argument gegen ein Rauchverbot?

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EU-Kommission und demokratische Legitimation

Im Schockwellenreiter wird zum wiederholten Mal das Delegationsprinzip erklärt. Und was das mit der EU-Kommission zu tun hat.

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Guantánamo

Das Gefangenenlager bringt der US-amerikanischen Administration immer mehr Schmach. Einen kleinen Einblick in die Situation in Guantánamo gibt ein Artikel in der Zeit, in dem der Anwalt Baher Azmy über die Besuche seines dort inhaftierten Mandanten Murat Kurnaz (ein Bremer Türke) berichtet:

»Aktuelle Berichte besagen, dass die Deutschen die Existenz von Guantánamo ausnutzten, um Kurnaz zu vernehmen. Selbst als die Vereinigten Staaten seine Freilassung angeboten hatten, entschied sich die deutsche Regierung dafür, dass Kurnaz weiter in Guantánamo festgehalten werden sollte, obwohl sie wusste, dass er nichts Verbotenes getan hatte. Umso mehr verdient der Mut von Kanzlerin Angela Merkel Anerkennung, die frühere Heuchelei der deutschen Regierung angesichts von Guantánamo hinter sich zu lassen.«

Es lohnt, den ganzen Artikel zu lesen.

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Zitat des Tages und Podcasttipp

»Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat.«

Ambrose Bierce, am. Journalist und Schriftsteller, 1842-1914
Etwas frei zitiert hatte das vor kurzem die auch als Podcast verfügbare Radiosendung »Was mit Medien«, die sehr hörenswert ist.

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Platt kommt besser in der Blogosphäre?

dieGesellschafter laufen jetzt schon einige Wochen. Die Reaktion der Blogosphäre ist spärlich, aber sehr positiv. Ganz nette Meldungen gibt es bei Wohlfühlen, im Küchenkabinett (»Schade eigentlich, dass die Gesellschafter mit Sicherheit viel weniger Aufmerksamkeit erhalten werden. Nur weil sie es besser machen.«), bei angemerkt. (»Das ist nicht „Du bist Deutschland“, sondern besser.«) und Ulysses Streitzüge resümiert:

»Wenngleich viel Spott über die Deutschland-Kampagne (DBD) ausgegossen wurde, eines hat sie erreicht: sie ist in aller Munde. Und DBD wird immer wieder für andere Zwecke recycelt: aktuell für den Einbürgerungstest. Weil die Kampagne ein ziemliches Satirepotenzial hat, ist sie weit rumgekommen in Blogistan. Was das ganze bewirkt hat? – Who knows?

Von der Lach- zur Sachgeschichte: Am 11. März 2006 wurde die Initiative “dieGesellschafter“ gestartet – nahezu unbemerkt von Bloggern und Medien. Ganze drei Treffer liefert news.google.de: eine Pressemitteilung, einen Programmhinweis, einen Tippfehler auf der Seite der Stadtmarketing Freiberg GmbH.«

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