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deliberator

Herta-Däubler-Gmelin-Test

Harald Schmidt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

Schmidt: (…) Für mich ist das Tolle an diesem Interview hier der Herta-Däubler-Gmelin-Test. Kann man also sechzig Jahre nach Kriegsende noch … und ich frage Sie nochmal, der Krieg ist doch aus, nicht?

SZ: Ich bin sicher.

Schmidt: Befreit, besiegt, verloren – das klingt fast wie ein Schlager (singt): „Befreit, besiegt, betrogen“. Also: Kann man sechzig Jahre nach Kriegsende ein Interview über Hitler geben, ohne hinterher … (…)

Schmidt: … ohne dass man bei einer Pressekonferenz betroffen ins Wasserglas starrt und anschließend wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt wird!

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deliberator Weltverbesserung

Rauchtofahren

RaucherInnen werden das wieder mit Unverständnis quittieren, sonst würden sie nicht rauchen: »In der Stadt, wo die Luft eh schlecht ist, fällt einem das nicht auf, aber im Wald, wo man frische, chlorophyllgefilterte Waldluft hat, da stinkt das so, dass man die Rauchsäule noch 50-100 m hinter dem Raucher riecht, und das ist widerlich!« Mehr bei »[bronski.net]«.

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deliberator

Papa Ratzi

Nach vergeblichen Versuchen, einen Bundeskanzler zu stellen oder eine sympatische Bundesliga-Fußballmannschaft aufzustellen, ist es den Bayern nun wenigstens gelungen, einen aus ihren Reihen zum Papst wählen zu lassen. Wenn es dem Bayrischen Rundfunk nun auch noch gelungen wäre, eine vernünftige Liveübertragung dieser Ereignisse im Ersten hinzubekommen, wäre der gestrige Tag einem durchaus in Erinnerung geblieben.

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deliberator

Warum Digital Rights Management stört

»There are many things in the world that you feel to be true, but you’re not exactly sure why. So if you’re a thinking person, you’re left with this nagging suspicion that you should be better able to come up with a better explanation than „But it’s just wrong!“«

Adam C. Engst über digital rights management: Why DRM Offends the Sensibilities

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deliberator Kabarett

Mensch, Herbert

Fängt schwach an, die Liedtext-Varianten sind aber ganz nett: Hagen Rether: Mensch, Herbert. Die Abrechnung mit Grönemeyer. (Via Schockwellenreiter)

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Datenschutz deliberator Mac Netz

AIM nix gut

AOL: You waive any right to privacy!

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Datenschutz deliberator

Datenkrake Bundesdruckerei

Verdient:

»Am heutigen Chaosdienstag verleiht der CCC auf der alljährlichen Nabelschau der IT-Branche (16h, Halle 7, Stand B36) den CCCeBITAward an die Bundesdruckerei. Der Anti-Preis für Datenkraken und Monopolbildung geht an die privatisierte Bundesdruckerei als Umsetzer und Nutzniesser der geplanten Einführung der biometrischen Erkennungsmerkmale in Reisedokumenten und Personalausweisen, verbunden mit unsicherer RFID-Technologie.«

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deliberator

Aus dem Frankfurter Milieu

Die Deutsche Bank.

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deliberator

Visa

Ein paar Betonköpfe diskutieren zu Zeit in einem parlamentarischen Untersuchungsauschuss über die Visaerteilungspraxis in Moskau, Kiew, Tirana und Pristina. Manche davon möchten wohl gerne eine Mauer um Deutschland und die Einschränkung der Reisefreiheit – jedenfalls für alle ohne anerkannte deutsche Staatsangehörigkeit. Wladimir Kaminer macht einen Vorschlag zur Güte.

Via Hugos House of Weblog Horror.

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deliberator

Bundesregierung weitet Wehrpflicht aus

Der naive Wähler dachte vielleicht, eine Bundesregierung unter der Beteiligung der Grünlichen würde die Wehrpflicht abschaffen. Im Gegenteil: sie machen denjenigen, die sich dem Kriegshandwerk verweigern wollen, noch mehr Probleme. Dank der rot-grünen Bundesregierung werden es Totalverweigerer nun deutlich schwerer haben, durch Musterungsverweigerug dem Zwangsdienst zu entgehen. Im Rahmen einer Gesetzesänderung hat die Regierung nämlich folgenden Absatz in das Wehrpflichtgesetz eingebracht:

Bleibt der Wehrpflichtige der Musterung unentschuldigt fern und scheitert eine polizeiliche Vorführung oder verspricht diese keinen Erfolg, ist nach Aktenlage zu entscheiden. Dies gilt auch dann, wenn sich der Wehrpflichtige nicht untersuchen lässt.

Für eine Bundesregierung, die sich nicht scheute, sich an einem Angriffskrieg zu beteiligen, ist das wohl nur konsequent.

Was ich nur immer noch nicht verstehe: warum kommt niemand mit der Argumentation, die bestehende Wehrpflicht verstößt gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, vor Gericht durch?

Betroffene werden in jedem Fall gut beraten von der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär. Und Zivil- und Wehrdienstleistende können ihren Sold wenigstens als Spende für die Kampagne sinnvoll anlegen.