Die usual suspects gehen wieder nach Hause, der 21. CCC-Kongress ist vorbei. Eine Meldung dazu gibt es bei heise online. Die 21C3-Website, das weblog und das Wiki erlauben eine Eindruck, was dort so los war. Anfang Januar soll es die Audio- und Videomitschnitte geben. Anhören!
Kategorie: Weltverbesserung
Keine Macht der Werbung
Wer kennt es nicht? Man öffnet den Briefkasten und freut sich, dass was drin liegt. Und dann ist es nur Werbung. In letzter Zeit mehrt sich bei mir die Werbung von Firmen, mit denen ich noch nie etwas zu tun hatte.
„Woher haben Sie meine Adresse?“, habe ich bei denen nachgefragt. Antwort: von Adresshändlern, die wiederum Listen von Firmen weitervermieten, mit denen ich mal Kontakt hatte. Auf diesem Wege geben beispielsweise Gruner + Jahr, Maas Natur oder Comfort Schuh Kundendaten weiter.
Und die dürfen rechtlich sogar auf diese Weise ihre Portokasse füllen. Außer man widerspricht dem aktiv. Daher die Empfehlung, bei allen Bestellungen im Internet und außerhalb immer folgenden Satz angeben:
Ich widerspreche der Nutzung oder Übermittlung meiner Daten für Werbezwecke oder für die Markt- oder Meinungsforschung (§ 28 Abs. 3 BDSG).
Weitere Informationen zu dem Thema gibt es beim Berliner Datenschutzbeauftragten.
/bush
Ein Beitrag zur Wahl des geringeren Übels: John le Carrés Ein verhasster, lügenhafter, rücksichtsloser Präsident.
Aber dran denken: Kohl wurde 1998 abgewählt – aber haben wir mehr bekommen als ein geringeres Übel?
Wen wundert’s?
Das Microsoft-Produkte nicht unbedingt als Inbegriff von sicherer Software gelten, sollte dem fortgeschrittenen Computernutzer bekannt sein. Dass trotzdem noch so viel Office-Dokumente im Netz kursieren und kaum jemand was dabei findet, „.doc“-Dateien per E-Mail zu verschicken, verwundert trotzdem wohl nur diejenigen, die entgeistert darüber sind, dass fast alle E-Mails unverschlüsselt auf die Reise durchs Datennetz gehen. heise online berichtet jedenfalls mal wieder über Schwachstellen in Microsoft Word – diesmal konkret um die Möglichkeit, Code in ein System einzuschleusen.
Nichts Neues im Osten

Nicht nur im großen Russland könnte es in Sachen Menschenrechte besser aussehen. Auch beim Nachbar Weißrussland unter Diktator Lukaschenko möchte man die Mächtigen nicht zum Feind haben. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) und der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) thematisieren dies zur Zeit mit einer Online-Petition. Hauptziel ist die Rücknahme des Verbotes der weißrussischen Studierendenorganisation BSA im Dezember 2001.
Browse Happy

Browse Happy, eine jüngst gestartete Kampagne des Web Standards Project, möchte auf die Alternativen zum Internet Explorer (IE) von Microsoft aufmerksam machen. Ähnlich der Switch-Kampagne von Apple finden sich auf der Website des Projektes Erfahrungsberichte von Wechslern, die dem Platzhirschen IE untreu geworden sind. Empfohlen werden als Alternativen Firefox, Mozilla, Opera und Safari – »each and every one a more secure and pleasant Web environment than Internet Explorer«.
Browse Happy steht mit der Werbung für ein Umstieg auf alternative Browser nicht alleine. Es scheint sich im Netz eine Art Open Source-Marketing herauszubilden, wenn man sich Projekte wie Spread Firefox anschaut.
Flankierend kam die Meldung, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfehle einen Browser-Wechsel. Die Berliner Zeitung zitierte den Sprecher Amtes, Michael Dickopf mit der Aussage »Wer den Internet Explorer nicht benutzt, kann auch nicht von diesen Viren und Würmern angegriffen werden«.
Das Phänomen Microsoft
Nicht mehr ganz frisch, aber immer noch ganz aktuell und mir aus dem Herzen gesprochen: tomsters Text aus der Datenschleuder Nr. 80.
»Was nützt es, Recht zu haben, wenn Dir niemand zuhört? Nicht nur fanatische Microsofthasser, sondern auch moderate Kritiker, ganz ohne Schaum vorm Mund, stossen mit unschöner Regelmäßigkeit auf taube Ohren oder glasige Augen, wenn sie Windows-Usern ihre Bedenken ob Monopolmißbrauch, Security und Datenschutz nahebringen. Was also tun?«
»Dann gibt es da noch eine Beamtin aus meinem Bekanntenkreis, die aus ›ethisch-moralischen‹ Gründen keine Nestlé-Produkte kauft oder IKEA-Möbel besitzt aber unreflektiert Windows XP Home Edition benutzt und ein Hotmail-Account besitzt.«
»… denn letztendlich halte ich es ja tatsächlich für falsch, Microsoftprodukte einzusetzen und damit eine Firma zu unterstützen deren Geschäftspinzipien auf eklatante Art und Weise gegen so ziemlich alle meine ethisch-moralischen Prinzipien verstossen!«
Viel Spaß bei der Lektüre des ganzen Artikels.
Freie Lizenzen
Für alle, die einen Blog haben, schreiben, komponieren, fotografieren oder sonst irgendwie schöpferisch tätig sind, lohnt es sich, die Creative Commons mal anzuschauen. Wer nicht lesen will, sondern lieber zuhören, dem sei die Chaosradio-Sendung 93 zum Thema Freie Lizenzen für Software und künstlerische Inhalte empfohlen.