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Dumm

»Blöd«-Kommentator Hugo Müller-Vogg ist dumm oder hält seine Leser für dumm: Banales aus dem BILDblog.

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Innenminister

Dieter Hildebrandt in seinem neuesten Buch »Ausgebucht – Mit dem Bühnenbild im Koffer«:

»Nie war die Beschreibung eines Innenministers objektiver und präziser als diese: ›Geborener Verräter, armseliger Intrigant, glatte Reptiliennatur, gewerbsmäßiger Überläufer, niedrige Polizeiseele, erbärmlicher Immoralist.‹ Aber mit einer ›bewundernswert beharrlichen Charakterlosigkeit«. »Ein Mann, der innerhalb einer Weltwende alle Parteien überdauert …‹ ›Charge des gerissenen Polzeiministers …‹
Und genauso glänzend und ähnlich grausam genau jene Beschreibung: ›Einer der außerordentlichsten und zugleich der am falschesten beurteilten Männer seiner Zeit, wurde erst in den Krisen zu dem, was er nachher war. Er erhob sich unter dieser Regierung zu jener Höhe, von der aus tiefe Männer die Zukunft zu erkennen wissen, indem sie die Vergangenheit richtig beurteilen; dann gab er mit einem Mal, wie manche mittelmäßige Schauspieler, durch eine plötzliche Erleuchtung aufgeklärt, ausgezeichnete Darsteller werden, während des Staatsstreichs Beweise seiner Geschicklichkeit.
Dieser Mann mit dem blassen Gesicht, welcher alle Geheimnisse der Partei kannte, der er anfangs angehörte und ebenso die anderen, zu denen er schließlich überging, dieser Mann hatte die Menschen, die Dinge und die Praktiken des politischen Schauplatzes langsam und schweigsam studiert. Weder seine neuen noch seine ehemaligen Kollegen ahnten in diesem Augenblick den Umfang seines Genies, das im Wesentlichen ein Regierungsgenie war; treffend in allen seinen Prophezeiungen und von unglaublichem Scharfblick.‹
Und abschließend wieder der Autor der ersten Beschreibung: ›Er lässt sich nicht gerne ins Gesicht und in die Karten sehen. Fast immer steckt er innerhalb der Ereignisse, innerhalb der Parteien hinter der anonymen Hülle seines Amtes so unsichtbar tätig verborgen wie das Uhrwerk in der Uhr, und nur ganz selten gelingt es im Tumult der Geschehnisse, an den schärfsten Kurve seiner Bahn, sein wegflüchtendes Profil zu erhaschen. Aber je verwegener in seinen Verwandlungen, um so interessanter trat mir der Charakter oder vielmehr Nichtcharakter dieses vollkommensten Machiavellisten der Neuzeit entgegen.‹
Es wäre ein Wunder, wenn wir einen derart grandiosen und heroischen Schurken, der sich in solch genialer Weise für unsere Sicherheit quer über die Schienen vor den Zug der Zeit wirft, in unserer Regierung aufweisen könnten. Können wir auch nicht. Die Beschreibungen stammen von Stefan Zweig und Honoré de Balzac. Und sie beschreiben den französischen Innenminister. Joseph Fouché, 1759-1820.«

(S. 21 f.; ich bin noch nicht weit gekommen, aber das Buch fängt sehr vielversprechend an.)

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Geek Sheep

Das Quiz hat es ergeben: ich bin ein Geek Sheep. Und Ihr?

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»Und scheiße dabei die Kochstraße zu.«

Um eine Ladung Hirn von oben bittet der Schockwellenreiter. Nicht für sich sondern für die Blödzeitung, die mal wieder gegen die Grünen wettert. Kolumnist Franz Josef Wagner deckt schonungslos auf, wer wirklich für den Flut in Asien verantwortlich ist:

»Liebe Ökos, wenn wir alle Gut-Menschen gewesen wären, hätte es dann den Tsunami nicht gegeben? Ich frage Sie das, Herr Trittin und Frau Roth, persönlich. Sie sind die Spitzenpolitiker der Ökos von Deutschland. Können wir, Herr Trittin und Frau Roth, unseren Planeten retten, wenn wir Müll trennen und Deutschland mit Windmühlen bepflanzen?
Sind Sie sicher, daß Ihre Initiativen im Kosmos wohlwollend aufgenommen werden? Mit wem verhandeln Sie da drüben, daß – klatsch – plötzlich 150 000 Menschen sterben? Es zeigt sich also, daß Sie als Grüne nichts zu sagen haben. Ihr seid eine Art Beruhigungstee, eine liebe Lüge. Mit Eurer Liebe kann man Ameisen, Lurche und Bienen retten. Aber nicht die Welt.�

via Schockwellenreiter via BILDblog

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Godesberger Dienstleistungsmuff

Spätestens seit dem Buch von Pascal Rémy ist das Gerücht im Umlauf, dass es für Restaurants leicht ist, einen Stern zu behalten. Es wird einfach zu schlecht kontrolliert, so die These. Hat man erstmal einen Stern erkocht, könne man sich ausruhen.
Dieser Eindruck drängte sich uns bei einem Besuch von dem michelinbesternten Halbedel’s Gasthaus in Bad Godesberg auf. Wir hatten für 21 Uhr einen Tisch bestellt und kamen 20 Minuten zu spät. Nach einem bescheidenen Empfang dauerte es noch einige Zeit, bis der Chef sich bequemte, die Karte zu bringen. Er eröffnete uns, wir könnten kein Menü mehr bekommen, weil wir so spät gekommen seien. Auf die Frage, warum man uns das nicht bei der Reservierung gesagt hätte, antwortete er, um 21 Uhr wäre es ja noch gegangen. Rückfrage: »Wegen zwanzig Minuten wollen Sie uns kein Menü mehr servieren?« Antwort: »Es ist ja jetzt schon kurz vor zehn. Gnädigerweise durften wir dann noch drei Gänge bestellen. Na gut, dachten wir, lassen wir uns nicht den Abend verderben und genießen wir das Essen.
Doch das Essen war entäuschend für ein Restaurant dieser Preislage und Dotierung. Handwerklich absolut okay, aber aromatisch hervorsehbar und unspannend. So etwa das Niveau des früheren Hotelrestaurant Brasserie im Dorint Venusberg (dort gab es aber keinen Stern und das 3-Gänge-Menü kostete 25 €). Und der Service: Überhaupt nicht standesgemäß: anrempeln und quer über den Tisch servieren. Find‘ ich ja normal nicht so schlimm, aber in dieser Preisklasse doch verwunderlich. Waren die zu hochnäsig uns gastfreundlich zu behandeln? Oder mittlerweile einfach Godesberger Dienstleistungsmuff? Schade.

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Bemerkenswert …

… kann man finden, dass rauchende Fans des Zitats »Soldaten sind Mörder« die Abwandlung »Raucher sind Mörder« gar nicht witzig finden. Noch unterhaltsamer ist aber in jedem Fall Wiglaf Droste mit der Antwort zur Frage »Sind Soldaten Faxgeräte?«.

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Made in China


Gibt’s jetzt auch Enten in Firefox-Design?

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Sylvester

Guten Rutsch

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Datenschutz deliberator Mac Netz Weltverbesserung

21C3

Die usual suspects gehen wieder nach Hause, der 21. CCC-Kongress ist vorbei. Eine Meldung dazu gibt es bei heise online. Die 21C3-Website, das weblog und das Wiki erlauben eine Eindruck, was dort so los war. Anfang Januar soll es die Audio- und Videomitschnitte geben. Anhören!

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Gleisbelegung

Durchsage im IC: »Wegen Gleisbelegung wird sich unsere Einfahrt in den Bahnhof Frankfurt am Main um wenige Minuten verzögern. Ich wiederhole …«.
Ist das eigentlich typisch deutsch? Kann man nicht einfach sagen, »die Einfahrt in den Frankfurter Hauptbahnhof verzögert sich um einige Minuten, weil unser Gleis noch durch einen anderen Zug belegt ist«?
Aber o. k., das war jetzt kleinlich.